Infobox - Sauerstoff

Powerstoff Sauerstoff

Sauerstoff - unser Lebenselixier. Ohne Sauerstoff ist menschliches und tierisches Leben auf der Erde unmöglich, sieht man von einigen anaerob lebenden Mikroorganismen ab.

 

Sauerstoff ist - neben Zucker - ein wichtiger Energielieferant, obwohl er selbst gar keine Energie enthält. Man kann Sauerstoff eher als Aktivator verstehen, der die Voraussetzung zur Energiegewinnung in den Zellen liefert, indem er die Verbrennung von Zucker anfacht.

Zellen atmen

Die eigentliche (aerobe) Zellatmung findet in den Mitochondrien statt.

Mitochondrien sind kleine Kraftwerke in unseren Zellen. Sie sind in allen Zellen enthalten - mit Ausnahme der Hornzellen der äußeren Epidermis (Oberhaut), der Haare und Nägel. Man vermutet, dass sie - aufgrund ihrer eigenen DNA (mitochondriale DNA) - ursprünglich eigenständige Organismen waren, die in der Enstehungsphase des Lebens eine Symbiose mit Zellen eingegangen sind und diese seither mit lebensnotwendiger Energie versorgen.

Dabei helfen verschiedene Stoffwechselvorgänge, welche Sauerstoff und Glukose (also Zucker) in Adenosintriphospat (ATP) umwandeln. ATP wiederum ist ein enorm energiereiches Molekül, das für alle Prozesse der Energieübertragung im Körper verantwortlich ist.

Ist die Zellatmung, also die Produktion von ATP, gestört, kommt es zu Erschöpfungszuständen - auch in der Haut.

 

Haut atmet

Der größte Teil des Sauerstoffbedarfes unserer Haut wird über den Blutkreislauf gedeckt. Über feinste Blutgefäße (Kapillaren) gelangt der Sauerstoff - neben vielen wichtigen Nährstoffen - über das Corium (Lederhaut) und die Basalmembran (Grenze zwischen Ober- und Lederhaut) an die Basalzellschicht der Epidermis. In der Basalzellschicht werden durch permanente Zellteilung neue Hautzellen geboren. Dass hier Sauerstoff und Energie eine wichtige Rolle spielen, liegt nahe.

Ein etwas geringerer Teil des Sauerstoffbedarfes wird aus der Umgebungsluft gewonnen. Im Jahr 2002 haben Bochumer Wissenschaftler entdeckt, dass unsere Haut bis in eine Tiefe von 0,4 Milimetern Sauerstoff atmet. Das scheint nicht viel - betrachtet man aber die durchschnittliche Stärke der Epidermis von 0,03 bis 0,05 Milimetern, dann ist diese Eindringtiefe schon recht enorm. Und es ist ein wichtiger Ansatzpunkt für innovative Behandlungsmethoden der Sauerstoffkosmetik.

 

Wozu Sauerstoffkosmetik?

Eine gute Frage, wo unsere Zellen doch ihren Sauerstoff aus der Umgebungsluft durch Lungen- und Hautatmung gewinnen.

 

Unser Körper ist tatsächlich in der Lage, seinen Sauerstoffbedarf ganz allein zu decken. Im Idealfall läuft bis zum 30. Lebensjahr alles glatt. Ab da nimmt - dem Alterungsprozess geschuldet - die Sauerstoffsättigung kontinuierlich ab. Aber auch das ist noch kein Problem - im Idealfall.

Idealerweise sollten unsere Lebensumstände so gestaltet werden, dass wir neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, ausreichend Schlaf, viel körperlicher Betätigung an frischer, sauberer Luft auch die Balance zwischen Belastung und Entspannung einhalten.

 

Die Realität sieht oft anders aus: permanenter Stress, zu viele Kohlenhydrate, zu viele schlechte Fette, Rauchen, Alkohol, Medikamente, zu wenig Schlaf, kaum Bewegung, wenig frische Luft, keine (wirkliche) Entspannung und Umweltschmutz, wohin man schaut.

 

Unser "moderner" Lebensstil macht es unserem Körper schwer, sich fit und vital zu erhalten bzw. sich immer wieder so zu regenerieren, dass wir gut durchs Leben kommen. Und das sieht man ihm (dem Körper) und vorallem der Haut auch an.

 

Sauerstoffbehandlungen aktivieren und unterstützen die Sauerstoffaufnahme der Haut. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen: durch mit Sauerstoff angereicherte Cremes (z. B. AND-Oxygencare), durch die apparative Applikation von Sauerstoff (z. B. Dermaoxy) oder eine Kombination aus beidem.