Apparative Kosmetik

Hochfrequenz

Kleine Blitze - große Wirkung

Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert durfte ein Gerät in keinem Haushalt, keiner Arztpraxis fehlen: ein Hochfrequenzapparat.

Von Nikola Tesla erfunden, machte sich dieses Gerät die positiven Wirkungen hochfrequenter elektrischer Ströme und Edelgas zu nutze, um allerlei Alltagszipperlein zu heilen.

Hochfrequenzapparat um 1925 (Hygienemuseum Dresden), Foto Anke Bautz
Hochfrequenzapparat um 1925 (Hygienemuseum Dresden), Foto Anke Bautz

So sagt man dem Hochfrequenzverfahren - je nach Art der Anwendung - eine ganze Bandbreite an Wirkungen nach:

 

  • desinfizierend und entzündungshemmend,
  • schmerzlindernd,
  • antiviral, antibakteriell, antimykotisch,
  • beruhigend und heilungsfördernd,
  • entgiftend (entschlackend),
  • regenerierend,
  • Stoffwechsel aktivierend,
  • anregend.

 

Nach Einzug der "modernen" Medizin und der Erfindung von Antibiotika, geriet dieses Verfahren leider in Vergessenheit. Lediglich die Kosmetik-branche nutzte das Hochfrequenzverfahren bei der Bekämpfung von Hautproblemen und als wirksame Anti-Aging-Anwendung.
Bis heute ...

Coldplasma oder wie man das Rad neu erfindet


Der letzte Schrei sowohl in der Medizin als auch in der Kosmetik ist das sogenannte "Coldplasma" - kaltes Plasma. Im Prinzip ist dies nichts anderes als das Hochfrequenzverfahren, wie es schon vor 100 Jahren angewendet und teilweise verlacht wurde. Nun hat es die Medizin für sich entdeckt und die Wirkung der kleinen heilsamen Blitze erkannt.

Die noch relativ junge Plasmamedizin nutzt die Hochfrequenz z. B. in der Wundheilkunde, Krebstherapie, Chirurgie, Zahnmedizin und Dermatologie.

Auch in Kosmetikstudios hat die alte Methode im neuen Kleid Einzug gehalten: Lidstraffung, Falten- und Narbenbehandlungen, Behandlung von Hyperpigmentierungen etc. mit kaltem Plasma sind heute schon beinahe Standard.

Face Beauty Treatment. Woman Using Darsonval Skin Care Device © puhhha
Face Beauty Treatment. Woman Using Darsonval Skin Care Device © puhhha